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PU / PUR- oder Polyurethanschaum


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Polyurethan-Weichschaumstoff wird aus Isocyanaten und Polyolen (mehrwertige Alkohole) hergestellt. In einem chemischen Prozess werden die flüssigen Ausgangsstoffe zu großen Kettenmolekülen verknüpft. Diese chemische Reaktion ist ein Anlagerungsprozess (Polyaddition), es entstehen keine Nebenprodukte. Durch die Hinzufügung von Wasser bildet sich Kohlendioxid (CO2) als Treibgas, welches das Gemisch aufschäumt und die Zellstruktur des Schaumes ausbildet.

Polyurethane können unterschiedlichste Eigenschaften aufweisen, abhängig von der Auswahl der Isocyanate, der Polyole und der Zusatzstoffe (Prozessadditive).
Ohne Zusatzstoffe wie Amin- und Zinn-Katalysatoren lassen sich keine brauchbaren Weichschaumstoffe herstellen. Hinzu kommen unter anderem noch Vernetzer, UV-Stabilisatoren und Antistatika, auf Bedarf auch Flammschutzmittel und Farbstoffe.
Am gefährlichsten sind allerdings die Isocyanate. Isocyanate sind hochreaktiv und werden als sehr giftig eingestuft (wie z. B. Toluylendiisocyanat).

Seit neuester Zeit ist es gelungen, Polyole auf Pflanzenölbasis herzustellen, in dem man die Fettsäuren von Sonnenblumenöl epoxidiert und die entstandene Epoxyverbindung durch Ringöffnung in 1,2-Diole überführt. Auf diese Weise gewinnt man allerdings noch keine "Bio-Polyurethane", denn die andere wesentliche Komponente, die Isocyanate, bleibt davon unberührt. Außerdem verschlechtern sich die elastischen Eigenschaften, dies versucht man durch eine erhöhte Rohdichte auszugleichen. Eine größere Ausbeutung der Ressourcen steht allerdings dem ökologischen Ansatz wiederum entgegen.

Siehe auch unter Kaltschaum

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