Dieses Verfahren ist weitaus aufwendiger und kostspieliger und benötigt
nicht den Schlagprozeß. Das Talalay-Verfahren ist der sauberere Weg, denn
es erfordert keine weiteren chemischen Zusätze. Es liefert außerdem
einen sehr stabilen, hochelastischen und weichen Latexschaum, bedingt durch eine
sehr feine und gleichmäßige Porenstruktur. darüber hinaus tritt
anschließend keinerlei Schrumpfung des Vulkanisats ein, was wichtig für
den Einsatz bei Matratzen ist.
Man setzt der vulkanisationsfähigen Latexmischung eine
Wasserstoffperoxid-Lösung zu. Das Wasserstoffperoxid wird in der Mischung
durch die Zugabe eines Katalysators (in der Regel Hefe) gespalten, so dass sich
Sauerstoff bildet, der den Latex auf das 10 bis 14fache aufbläht. Dieser
sehr feinporige Schaum wird in eine doppelwandige Form gegossen. In die doppelte
Wandung wird eine Kühlflüssigkeit eingefüllt, die den Schaum auf
minus l0 bis -15 Grad Celsius einfriert. Danach wird Kohlendioxid durch den erstarrten
Schaum geleitet, so dass dieser durch die positive elektrische Ladung geliert
(koaguliert).
Durch heißes Wasser oder Dampf in der doppelten Wandung
wird der plastisch verfestigte Schaum anschließend vulkanisiert, d.h. durch
Vernetzung unumkehrbar und dauerhaft in einen hochelastischen Gummi-Zustand gebracht.
Das Wasserstoffperoxid bleibt nicht in dem Latex, da es sich vollständig
in Sauerstoff aufspaltet.
Das Talalay-Latex wird zum Schluss ausgewaschen, mittels
Walzen ausgepreßt und in speziellen Öfen durch Warmluftgebläse
getrocknet.
Eine weitere Methode des Talalay-Verfahrens arbeitet mit Vakuum.
Die Latexmischung wird dazu in der Form einem Vakuum ausgesetzt. Sie kann sich
dadurch auf das erforderliche Volumen ausdehnen und dabei die gewünschte
gleichmäßige, feinporige Struktur ausbilden.
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allgemeine Bewertung
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