Allgemeine Informationen über den Prozeß der Latexherstellung Teil VIII
Matratzenmanufaktur boyboks in Oberursel
 

Das Talalay-Treibverfahren

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Dieses Verfahren ist weitaus aufwendiger und kostspieliger und benötigt nicht den Schlagprozeß. Das Talalay-Verfahren ist der sauberere Weg, denn es erfordert keine weiteren chemischen Zusätze. Es liefert außerdem einen sehr stabilen, hochelastischen und weichen Latexschaum, bedingt durch eine sehr feine und gleichmäßige Porenstruktur. darüber hinaus tritt anschließend keinerlei Schrumpfung des Vulkanisats ein, was wichtig für den Einsatz bei Matratzen ist.

Man setzt der vulkanisationsfähigen Latexmischung eine Wasserstoffperoxid-Lösung zu. Das Wasserstoffperoxid wird in der Mischung durch die Zugabe eines Katalysators (in der Regel Hefe) gespalten, so dass sich Sauerstoff bildet, der den Latex auf das 10 bis 14fache aufbläht. Dieser sehr feinporige Schaum wird in eine doppelwandige Form gegossen. In die doppelte Wandung wird eine Kühlflüssigkeit eingefüllt, die den Schaum auf minus l0 bis -15 Grad Celsius einfriert. Danach wird Kohlendioxid durch den erstarrten Schaum geleitet, so dass dieser durch die positive elektrische Ladung geliert (koaguliert).

Durch heißes Wasser oder Dampf in der doppelten Wandung wird der plastisch verfestigte Schaum anschließend vulkanisiert, d.h. durch Vernetzung unumkehrbar und dauerhaft in einen hochelastischen Gummi-Zustand gebracht. Das Wasserstoffperoxid bleibt nicht in dem Latex, da es sich vollständig in Sauerstoff aufspaltet.

Das Talalay-Latex wird zum Schluss ausgewaschen, mittels Walzen ausgepreßt und in speziellen Öfen durch Warmluftgebläse getrocknet.

Eine weitere Methode des Talalay-Verfahrens arbeitet mit Vakuum. Die Latexmischung wird dazu in der Form einem Vakuum ausgesetzt. Sie kann sich dadurch auf das erforderliche Volumen ausdehnen und dabei die gewünschte gleichmäßige, feinporige Struktur ausbilden.

weiter: Thema Latex – Abschließende allgemeine Bewertung

 

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