Dunlop-Schaum-Schlagverfahren:
Der größte Teil des auf dem Markt befindlichen Schaumgummis wird nach
dem Dunlop-
Verfahren hergestellt. Eine vulkanisationsfähige und mit Schaummitteln versetzte
Latexmischung wird zu einem stabilen Schaum mit einem 8 bis 12fachem Volumen
aufge-schlagen. Dem Schaum wird eine Lösung sensibilisierender Verbindungen
hinzugegeben bevor er in eine verschließbare Form gefüllt wird. Der
Schaum bleibt dann noch etwa 5 bis 10 min flüssig bevor er geliert bzw.
koaguliert. Die Latexmischung wird in der Form entweder durch Dampf oder durch
kochendes Wasser vulkanisiert. Beim anschließenden Waschen und Trocknen
kann eine Schrumpfung des Materials von ca. 5% eintreten.
Für die Sensibilisierung wird meistens Natriumsilicofluorid
und Dinatriumhexofluorsilikat eingesetzt, ferner auch Ammoniumchlorid, - sulfad,
-nitrat oder -acetat. Vielfach werden außerdem sog. sekundäre Sensibilsierungsmittel
zugesetzt, vor allem 2 Mercaptobenzimidazol und das Zinksalz des 2-Mercaptobenzothiazol.
Für die Schaumerzeugung und Vernetzung erweist sich eine
Kombination von Seifen und
synthetischen Netzmitteln als vorteilhaft. Das sind Alkylsulfonate für die
Schaumbildung in Kombination mit Natriumoleat (Seife). Zur Erhöhung der
Festigkeit des Schaums werden manchmal Zusätze von Styrol-Butadien-Kautschuk
mit hohem Styrolgehalt benutzt.
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