Koagulation:
Unabhängig von den unterschiedlichen Latex-Herstellungsverfahren,
muss die in der Form befindliche, geschäumte Latexmischung zuerst koagulieren,
bevor der Vulkanissationsprozeß beginnen kann. Koagulation bedeutet, dass sich
die feinen Latexteilchen in der noch flüssigen Lösung in spezifischen
Strukturen zusammenballen, wobei der Wasseranteil der Lösung abgeschieden
wird. Chemisch ausgedrückt heißt das, es findet ein Übergang
von der ,,Sol-Phase" in die ,,Gel-Phase" statt ( Gelierung). Für
die Koagulation sind bestimmte Elektrolyte erforderlich, z. B. Carbonsäuren,
Ameisensäure, Essigsäure und Salze mehrwertiger Metalle.
Antimikrobielle Zusätze:
Da Latex von Natur aus nicht antimikrobiell ist, werden teilweise entsprechend
wirkende Substanzen zugesetzt. Das sind Salicylaldehyd, Dihydroxyidchlor-diphenylmethan-Derivate,
sowie Zink-dithiocarbamate und Thiurame. Wegen der auftretenden Resistenz der
Mikrobenstämme wird die Entwicklung dieser Produkte beständig weitergeführt.
Salicylaldehyde sind giftige und hautreizende Verbindungen, wie dies bei antimikrobiell
wirkenden Chemikalien üblich ist.
Flammschutzmittel:
Da Latex leicht brennbar ist, werden in einigen Ländern gemäß deren
Schutzverordnungen Flammschutzmittel zugesetzt, z. B. chlorierte Paraffine und
Antimonoxid. Manche dieser Mittel können beim Erhitzen das hochgiftige Phosgen
bilden und außerdem Chlorgas freigeben.
(Flammschutzmittel werden unseres Wissen in Deutschland
bei Latexkernen nicht eingesetzt, zumal sie nicht vorgeschrieben sind.)
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