Allgemeine Informationen über den Prozeß der Latexherstellung Teil VI
Matratzenmanufaktur boyboks in Oberursel
 

Koagulation und antimikrobielle Zusätze

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Koagulation:

Unabhängig von den unterschiedlichen Latex-Herstellungsverfahren, muss die in der Form befindliche, geschäumte Latexmischung zuerst koagulieren, bevor der Vulkanissationsprozeß beginnen kann. Koagulation bedeutet, dass sich die feinen Latexteilchen in der noch flüssigen Lösung in spezifischen Strukturen zusammenballen, wobei der Wasseranteil der Lösung abgeschieden wird. Chemisch ausgedrückt heißt das, es findet ein Übergang von der ,,Sol-Phase" in die ,,Gel-Phase" statt ( Gelierung). Für die Koagulation sind bestimmte Elektrolyte erforderlich, z. B. Carbonsäuren, Ameisensäure, Essigsäure und Salze mehrwertiger Metalle.

Antimikrobielle Zusätze:
Da Latex von Natur aus nicht antimikrobiell ist, werden teilweise entsprechend wirkende Substanzen zugesetzt. Das sind Salicylaldehyd, Dihydroxyidchlor-diphenylmethan-Derivate, sowie Zink-dithiocarbamate und Thiurame. Wegen der auftretenden Resistenz der Mikrobenstämme wird die Entwicklung dieser Produkte beständig weitergeführt. Salicylaldehyde sind giftige und hautreizende Verbindungen, wie dies bei antimikrobiell wirkenden Chemikalien üblich ist.

Flammschutzmittel:
Da Latex leicht brennbar ist, werden in einigen Ländern gemäß deren Schutzverordnungen Flammschutzmittel zugesetzt, z. B. chlorierte Paraffine und Antimonoxid. Manche dieser Mittel können beim Erhitzen das hochgiftige Phosgen bilden und außerdem Chlorgas freigeben.

(Flammschutzmittel werden unseres Wissen in Deutschland bei Latexkernen nicht eingesetzt, zumal sie nicht vorgeschrieben sind.)

weiter: Das Dunlop-Verfahren

 

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