Aktive, verstärkende und passive Füllstoffe
Aktive und verstärkende Füllstoffe wie Kieselsäure-Füllstoffe
rhöhen die Zugfestigkeit, den Abrieb- und den Einreißwiderstand. Inaktive,
helle Füllstoffe wie Kreide, Kaolin und Talkum werden zur Erhöhung
der Härte und zur Verbilligung bzw. Materialstreckung eingesetzt.
Um die Farbe des Kautschuks und der Zusatzstoffe zu überdecken, werden oft
Farbpigmente eingesetzt, z.B. die verschiedenen Titandioxid-Typen als Weißmacher.
(Anmerkung der Herausgeber: Bei den uns bekannten Naturlatexanbietern
werden keine Füllstoffe zugesetzt)
Latex-Hilfs-Chemikalien:
Zu den schon beschriebenen Kautschuk-Chemikalien kommen noch Hilfs-Chemikalien
hinzu, die dazu dienen, pulverförmige und wasserunlösliche Stoffe in
das wässrige, kolloide System des Latex-Rohstoffes einzuarbeiten. Das sind
vor allem Dispertagoren, um die Benetzbarkeit der hinzukommenden Stoffe durch
Feinverteilung zu erhöhen und Emulgatoren, um wasser-unlösliche Flüssigkeiten
optimal ineinander zu vermengen. Als Dispergator wird in der Regel methylen-bis-naphtalinsulfosaures
Natrium eingesetzt, außerdem eine ammoniakalische Lösung von Casein.
Als Emulgator wird meistens Polyglykoläther verwendet.
Hinzu kommen je nach Fertigungsverfahren u. a. Stabilisierungsmittel
(Dunlopverfahren), Netz- und Schaummittel (Dunlopverfahren), Schaumstabilisatoren
(Dunlopverfahren) und Koagulationsmittel. Manche Hersteller setzen zusätzlich
noch ergänzende Konservierungsmittel ein, außerdem Flammschutzmittel
und antimikrobiell wirkende Substanzen.
weiter: Koagulation und antimikrobielle
Zusätze
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